Wandmalereien im Schewtschenkowski Stadtbezirk

Der Schewtschenkowski Stadtbezirk ist ein historisches und kulturelles Zentrum der Hauptstadt mit Sehenswürdigkeiten wie dem Goldenen Tor, Sophienkathedrale, St. Michael-Kathedrale und der Wladimirkathedrale. Im Stadtbezirk sind spektakuläre Wandmalereien präsent, die von einheimischen und ausländischen Künstlern geschaffen wurden.

Wandmalerei „Maiglöckchen“

Im Sommer 2015 wurde die Wand eines Gebäudes in der Streletskaja Uliza mit einer Wandmalerei verziert, in der ein Mädchen mit Blumen dargestellt wird. Als Autor dieses Bildes wird der australische Streetart-Künstler Guido van Helten angegeben. Als Inspiration diente für ihn das bekannte Gedicht von Lesja-Ukrainka: „Maiglöckchen“.

Wo ist es zu sehen: ul. Streletskaja 28

Wandmalerei „Schwäne“

Im Dezember 2015 entstand im Schewtschenkowski Stadtbezirk eine Wandmalerei mit drei Schwänen. Sie wurde vom Streetart-Künstler Taras Arm (Taras Dowgaljuk) aus Ljwow im Rahmen des Projektes „CityArt“ erstellt. Andere Werke dieses Künstlers sind auch Vögeln wie Schwalbe, Storch, Elster, Gimpel und anderem Federvieh gewidmet. Seine Wandkunstwerke gibt es auch in Winniza, Ljwow, Uschgorod, Kanew und Lublin zu bewundern.

Wo ist es zu sehen: per. Georgiewski 9

Wandmalerei „Freiheit“

Im Schewtschenkowski Stadtbezirk ist neben den Schwänen noch eine Elster zu sehen, die in ihren Pfötchen eine um ein Fenster des Gebäudes gemalte Glühbirne hält. Nach den Worten des Künstlers Alex Maxiowa brauchte er alleine für die Aufbereitung der Wandfläche drei Tage und für das Malen noch einmal fünf Tage. Er hebt hervor,  dass das Gefühl der Dreidimensionalität vom Schattenwurf der Objekte verursacht wird.

Wo ist es zu sehen: ul. Iwana Franko 12

Wandmalerei „Turnen“

An der Kreuzung Streletskaja/Sretenskaja kann man eine Wandmalerei mit einer Salto turnenden Sportlerin sehen. Dieses Kunstwerk gehört dem australischen Künstler Fintan Magee und als Modell für die Malerei hatte er sich Anna Risandinowa, ukrainische Kunstturnerin und Bronzemedaillengewinnerin der Olympischen Spiele 2016, ausgesucht.

Nebenbei gesagt, hat der Australier in Kiew noch einige andere Wandmalereien geschaffen: „Perestroika“ im Stadtteil Lipki, „Flussüberquerung“ im Stadtbezirk „Podol“ und „Hellseher“ im Wohngebiet Troeschtschina.

Wo ist es zu sehen: ul. Streletskaja 12

Wandmalerei/Mosaik in Bolschaja Schitomirskaja

Ein gigantisches nachtleuchtendes  Mosaik hat im Dezember 2015 der Bildhauer Konstantin Skretutskij erstellt, der in Kiew für recht viele anderweitige Kunstobjekte verantwortlich zeichnet.

„Man sagt, dass ein Teil des rechten Flussufers in Kiew aus dem Weltraum betrachtet an ein Frauengesicht erinnert. Im Mosaik sind Kinder dargestellt, die auf einem Stadtplan diese Umrisse zeichnen.“ berichtet Skretutskij in einem seiner Interviews. Nach seinen Worten soll die Wandmalerei dazu auffordern, sich leidenschaftlich und liebevoll um die Stadt zu kümmern. An der Fassade erkennt man außerdem noch die Darstellung zweier Psalmen und die 10 Gebote Gottes. Diese sind gut in der Nacht zu sehen.

Wo ist es zu sehen: ul. Bolschaja Schitomirskaja 23

Wandmalerei „Heiliger Jurij“

Im Jahr 2014 beschloss der Streetart-Künstler Aec (Mitglied des Künstler-Duetts „Interesni Kazki“) die historischen Momente des Kampfes des ukrainischen Volkes um seine Freiheit und Unabhängigkeit zu verewigen. Man sieht an der Fassade eines der Gebäude im Schewtschenkowski Stadtbezirk einen Kosaken mit Falkengesicht, der einen Drachen zerstückelt. Wie der Autor der Wandmalerei erklärt, symbolisiert der Falke im Heidentum den Sieg des Lichtes über die Finsternis, und das Abbild des heiligen Jurij ist ein Symbol des Kampfes gegen das Böse.

Wo ist es zu sehen: ul. Bolschaja Schitomirskaja 38

Wandmalerei „Zeit für Veränderung“

Der andere Teil des oben erwähnten Duetts „Interesni Kazki“, der Künstler Waone, porträtiert den universalen Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen Licht und Finsternis. Dies erinnert ebenfalls an den Kampf der Ukrainer um ihre Freiheit. Nach den Worten des Künstlers hat er an dieser Wandmalerei 35 Tage ununterbrochen gearbeitet.

Wo ist es zu sehen: ul. Streletskaja 6

Wandmalerei „Schwarzes Meer“


Eine maritime Wandmalerei hat der Künstler Jake Akman aus der Republik Südafrika ins Bild gesetzt. Er ist für Darstellungen der See, Stränden und dichter Wälder bekannt. Für seine Werke ist eine sich ständig ändernde Farbpalette kennzeichnend, die mit unzähligen Farbnuancen die Tiefe des Raumes zum Vorschein bringt. Jake Akman brauchte zehn Tage, für diese außergewöhnliche Malerei in der Stadtmitte von Kiew.

Wo ist es zu sehen: ul. Bulwarno-Kudrjawskaja (Worowskogo) 35

Wandmalerei „Berehynia“ („Beschützerin“)

In der Nähe des Maidan Nezalezhnosti kann man eine weitere spektakuläre Wandmalerei finden, in der eine Frau, von Sonnenblumen umhüllt, dargestellt wird. Das Bild wurde im Juli 2016 von der Künstlerin MataRuda aus Costa Rica kreiert. Dargestellt wird Berehynia, ein weiblicher Geist aus der slawischen Mythologie.

Wo ist es zu sehen: per. Tarasa Schewtschenko 1/2

Nächtliche“ Wandmalerei

Der spanische Künstler Sebastian Velasco, dessen Hauptthematik das Alltagsleben in  Städten ist, hat auch in der ukrainischen Hauptstadt seine Spuren hinterlassen. In einem der Höfe im Schewtschenkowski Stadtbezirk hat er eine Wandmalerei mit einer Abbildung des nächtlichen Kiews geschaffen. Nach den Worten des Spaniers hat Kiew ihn für seine Arbeit sehr inspiriert.

Wo ist es zu sehen: ul. Gontschra 36-А

Wandmalerei „Rotes Fahrrad“

Im Mai 2016 ist neben der Kiewer Radrennbahn eine Wandmalerei in Form eines Selbstbildnisses erschienen. An der Wand sieht man den Urheber der Wandmalerei, den kanadischer Künstler Emmanuel Jarus. Nebenbei gesagt hat dieser Streetart-Künstler vorher einige Wochen in der Ukraine zugebracht, bevor er sich entschloss, diese Wandmalerei im Still des Hyperrealismus zu schaffen.

Wo ist es zu sehen: ul. Wjatscheslawa Lipinskogo 13

Wandmalerei „Nigojan“

An der Fassade eines Gebäudes am Michailovskoyplatz wurde ein Held der sogenannten „himmlischen Hundert“ und Aktivist des Euro-Maidan, Sergej Nigojan verewigt. Das Graffiti wurde vom portugiesischen Künstler Alexandre Farto geschaffen. Er ist unter den Streetartkünstlern auch als Vhils bekannt. Der Portugiese setzte dabei eine neuere Methode ein: im Unterschied zu anderen Streepartkünstlern malt er nicht, er kratzt bzw. schneidet seine Darstellungen in die Fassade.

Wo ist es zu sehen: ul. Michailowskaja 22-Б

Wandmalerei „Bote des Lebens“

Dank dem Charkower Künstler Alexander Britzew kann man an der Wand eines Wohnhauses der Hauptstadt eine Schar schwarzer Raben bewundern. Die Vögel picken Sonnenblumenkerne. Im Hintergrund sieht man auch einen weißen Raben. Nach den Worten des Künstlers symbolisiert das Bild gute Nachrichten und die Geburt eines neuen Lebens.

Für das 12 x 12 Meter große Wandkunstwerk brauchte er 10 Tage.

Wo ist es zu sehen: ul. Reitarskaja 7-Б